Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Zwei verbleibende Abenteuer gab es noch in Neuseeland.
Eins davon: Curio Bay. Ein quasi Geheimtipp im wilden Süden Neuseelands. Man munkelt es gäbe eine Bucht in der die kleinsten und seltensten Delfine der Welt rumplanschen (Hector-Delfin).In der Theorie kann man wahlweise mit ihnen surfen gehen oder einfach nur rumschwimmen. In der Praxis war das Wasser (18 Grad) arschkalt, der Himmel grau und die Delfine nicht zu sehen. Ok, das ist die halbe Wahrheit, es gab einige Finnen zu sehen aber mehr war auch nicht. Nach den tollen Mekong Delfinen in Kratie, dem Buckelwal-desaster in Tonga und jetzt diesem faux-pas kann mich das maritime leben erstmal gern haben.
Zum Glück gibt es in den Catlins (so nennt man den Küstenstreifen zwischen Dunedin und Invercargill) allerdings noch mehr zu sehen. Neben Blowholes und Wasserfällen (zu hauf gesehen und deswegen ausgelassen) gibt es auch eine handvoll Menschen mit eigentümlichen Hobbys.
Ein Teekannenland, ein Puppenhaus in groß und der herrlich verrückte Gypsy Bus haben die Delfinentränen schnell trocknen lassen und die Sonne kam dann auch irgendwann raus.
Next stop: Twizel, Abschied feiern, Sterne kucken, Mt Cook anstarren und den Van verkaufen.
So long...
Sonntag, 24. November 2013
Montag, 18. November 2013
In China essen sie Hunde
Sodala,
das chinesische Regime (darf man das so überhaupt sagen?) ist mindestens so effizent/bürokratisch wie das deutsche. Die chinesische Botschaft in Wellington gibt auf Ihrer Webseite 4 Tage für die Bearbeitung und Rücksendung des Visas an und man höre und staune: DAS STIMMT!
Deswegen möchte ich heute einmal ein bisschen über Visas reden und wie man die bekommt und wann man die braucht. Als Europäer ist man ja ein wenig verwöhnt und kann überall in der EU einfach mit Personalausweis einreisen.
In der Regel ist es total einfach weil es fast überall ein VOA (Visa on arrival) gibt, sprich aus dem Flieger fallen, Geld bezahlen, Stempel in den Reisepass geknallt und dann nach meist 30 Tagen sollte man das Land wieder verlassen... Wenn man nach 30 Tagen immer noch im selben Land ist wird das spätestens am Flughafen zu Problemen führen. Von einer Geldstrafe (5€-100€ pro überzogenen Tag) bis hin zum Wiedereinreiseverbot gibt es so ziemlich alles (Eine Reisebekannter der mit seinem Radl von Stockholm nach Singapur geradelt ist(!) wurde z.B in Tajikistan vom Radl gezogen und ausser Landes gefahren weil er sein Transitvisa ein wenig ausgedehent hatte...)
Falls man jetzt einmal länger an einem Ort bleiben möchte bleibt einem der Gang zur Botschaft des jeweiligen Landes nicht erspart. Das ist normalerweise auch unproblematisch. Man bezahlt ein wenig mehr, bekommt einen lustigen Aufkleber in den Pass und gut.
Und dann kann mans natürlich noch ein wenig übertreiben. So wie eben China. Für China durfte ich folgendes erledigen: einen 4-seitigen Antrag ausfüllen (in dem unter anderem gefragt wurde was meine Mutter denn beruflich macht!?) Ein- und Ausreiseflug buchen und drucken, einen kompletten Reiseplan mit Tagesangaben in den jeweiligen Städten (natürlich unter Nennung der jeweilgen Hostels inkl. Adresse & Telefonnummer), ein aktuelles Passbild, eine Bestätigung der Aufenthaltsgenehmigung für Neuseeland, $105 als Scheck und einen beschrifteten und frankierten Rückumschlag.
Aber von nix kommt auch nix und hier ist der wohl teuerste Aufkleber den ich jemals erworben habe:
Das gleiche Spielchen dürfen wir noch für Myanmar, Indien und Nepal spielen...wobei die angeblich nicht so streng sind.
Anfangs gabs auch mal den Plan über Land nach München zu kommen, da man allerdings nicht wirklich nach Pakistan will, hätte es nur die Alternative über Tajikistan-Usbekistan-Türkmenistan-Iran-Türkei gegeben. Da gibt es allerdings zwei Probleme. Engländer bekommen nur sehr schwer ein Visa für den Iran (was ein uuuunglaublich großartiges Land sein muss, die vorgefertigte Stimme in deinem/meinem Kopf erzählt nur quatsch) und man bekommt immer nur ein Visa wenn man das Visa für das nächste Land in das man ausreist schon hat! Ihr seht, alles nicht so einfach und deswegen gehts wohl von Kathmandu oder Delhi nach hause. Schade eigentlich.
So, damit wäre dann mein erster wirklich informativer Beitrag geschrieben und wenn Ihr mehr zum Thema wissen wollt weil Ihr im nächsten Urlaub z.B nach Bhutan wollt (und mich mitnehmt weil ich mir die $200/Tag fürs Visa nicht leisten kann) ---> Thorn Tree // Lonely Planet Online
das chinesische Regime (darf man das so überhaupt sagen?) ist mindestens so effizent/bürokratisch wie das deutsche. Die chinesische Botschaft in Wellington gibt auf Ihrer Webseite 4 Tage für die Bearbeitung und Rücksendung des Visas an und man höre und staune: DAS STIMMT!
Deswegen möchte ich heute einmal ein bisschen über Visas reden und wie man die bekommt und wann man die braucht. Als Europäer ist man ja ein wenig verwöhnt und kann überall in der EU einfach mit Personalausweis einreisen.
In der Regel ist es total einfach weil es fast überall ein VOA (Visa on arrival) gibt, sprich aus dem Flieger fallen, Geld bezahlen, Stempel in den Reisepass geknallt und dann nach meist 30 Tagen sollte man das Land wieder verlassen... Wenn man nach 30 Tagen immer noch im selben Land ist wird das spätestens am Flughafen zu Problemen führen. Von einer Geldstrafe (5€-100€ pro überzogenen Tag) bis hin zum Wiedereinreiseverbot gibt es so ziemlich alles (Eine Reisebekannter der mit seinem Radl von Stockholm nach Singapur geradelt ist(!) wurde z.B in Tajikistan vom Radl gezogen und ausser Landes gefahren weil er sein Transitvisa ein wenig ausgedehent hatte...)
Falls man jetzt einmal länger an einem Ort bleiben möchte bleibt einem der Gang zur Botschaft des jeweiligen Landes nicht erspart. Das ist normalerweise auch unproblematisch. Man bezahlt ein wenig mehr, bekommt einen lustigen Aufkleber in den Pass und gut.
Und dann kann mans natürlich noch ein wenig übertreiben. So wie eben China. Für China durfte ich folgendes erledigen: einen 4-seitigen Antrag ausfüllen (in dem unter anderem gefragt wurde was meine Mutter denn beruflich macht!?) Ein- und Ausreiseflug buchen und drucken, einen kompletten Reiseplan mit Tagesangaben in den jeweiligen Städten (natürlich unter Nennung der jeweilgen Hostels inkl. Adresse & Telefonnummer), ein aktuelles Passbild, eine Bestätigung der Aufenthaltsgenehmigung für Neuseeland, $105 als Scheck und einen beschrifteten und frankierten Rückumschlag.
Aber von nix kommt auch nix und hier ist der wohl teuerste Aufkleber den ich jemals erworben habe:
Das gleiche Spielchen dürfen wir noch für Myanmar, Indien und Nepal spielen...wobei die angeblich nicht so streng sind.
Anfangs gabs auch mal den Plan über Land nach München zu kommen, da man allerdings nicht wirklich nach Pakistan will, hätte es nur die Alternative über Tajikistan-Usbekistan-Türkmenistan-Iran-Türkei gegeben. Da gibt es allerdings zwei Probleme. Engländer bekommen nur sehr schwer ein Visa für den Iran (was ein uuuunglaublich großartiges Land sein muss, die vorgefertigte Stimme in deinem/meinem Kopf erzählt nur quatsch) und man bekommt immer nur ein Visa wenn man das Visa für das nächste Land in das man ausreist schon hat! Ihr seht, alles nicht so einfach und deswegen gehts wohl von Kathmandu oder Delhi nach hause. Schade eigentlich.
So, damit wäre dann mein erster wirklich informativer Beitrag geschrieben und wenn Ihr mehr zum Thema wissen wollt weil Ihr im nächsten Urlaub z.B nach Bhutan wollt (und mich mitnehmt weil ich mir die $200/Tag fürs Visa nicht leisten kann) ---> Thorn Tree // Lonely Planet Online
Montag, 11. November 2013
Frühling.
Achja, so schön ist der Frühling! Nicht! Die unten zu sehenden Bilder sind jetzt schon über ne Woche alt und ich bin mir inzwischen nicht mehr so sicher ob die Sonne noch hinter all diesem grau existiert. Stimmungsmäßig eher Herbst als Frühling, auf der anderen Seite bleibt so sehr viel Zeit zum planen. In nicht mal 4 Wochen geht es ja endlich weiter. Neuseeland ist ein tolles Land um es zu bereisen, hier zu leben ist eine andere Geschichte. Aber das erzähl ich nochmal ausführlicher. Ich geh jetzt zurück ins Bett und warte bis Sommer.
So long...
So long...
Freitag, 25. Oktober 2013
T wie Tonga!
Wenn 30 werden immer so viel Spaß ist, bitte mehr davon!
Mit
einer unüberschaubaren Menge an Flugtickets Montags aus Port Chalmers geflohen (Vielen
Dank für die standesgemäße Verabschiedung mit horizontalen Regen) und Mittwoch
via Auckland in Nuku’alofa gelandet.
Nach einer kurzen aber Gin&Tonic reichen Nacht um 5 Uhr aus
dem Bett gefallen und ab zum Flughafen. Ein letzter Flug sollte es dann noch
sein bis wir endlich auf den Ha’apai Inseln landen. Am Flughafen dann eine
ziemlich verkaterte Rechenstunde mit allen Passagieren und einem haufen
Tongolesen die einfach jeden mit Übergepäck einchecken ließ. Die Aufgabe
lautete wie bekommen wir noch zwei Leute (uns) in ein Flugzeug das nur noch maximal
90 Kilogramm mitnehmen kann.
Lösung: wir lassen einfach die hälfte aller
Gepäckstücke zurück und wir durften überhaupt kein Gepäck mitnehmen. Raus aus
der Abflugshalle und rein in das 7-sitzige Flugzeug aus den 60ern (BN-2 Islander).
Normalerweise hab ich wenig bis überhaupt keine Flugangst, in diesem Moment
habe ich mich sehr nach deutschen Sicherheitsstandards gesehent. Allerdings war
das nach 5 Minuten alles vergessen und die Aussicht aus dieser Sardinenbüchse
ließ mich begreifen wo ich bin und wie verdammt glücklich ich bin all diese
Reisen machen zu können. Vor 23 Jahren als ich Im Münchner Hasenbergl
eingeschult worden bin hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich irgendwann
Urlaub für reiche machen werde. Reich bin ich immer noch nicht, aber genug
Motivation und wenig Angst bringt einen überall hin...sogar nach Lifuka, wo wir
50 Minuten später gelandet sind.
Blöderweise mussten wir noch 6 Stunden auf
unser Gepäck warten bevor wir dann (und jetzt wird’s surreal) mit einer $1.3
Millionen Yacht nach Uoleva gebracht wurden. Wie wir auf diese Yacht gekommen
sind? 2 Minuten blöd daher reden und immer schön lächeln und schon hat uns der
Australier mitgenommen. (fairerweise muss man dazu sagen er war sowieso in die
Richtung unterwegs)
Uoleva. 6 ständige Bewohner, maximal für 30 Leute
Unterkünfte und der Reiseolymp! Für manche ist es wohl ein absoluter Alptraum.
Strom nur für die Beleuchtung, Gemeinschaftstoiletten/duschen, die Fales stehen
auf Sand (was in meinem Fall zu einem nächtlichen Besucher geführt hat…gegen 2
Uhr morgens von einer Tellergroßen Krabbe am Kopf gestreichelt zu werden ist
definitiv etwas womit ich nicht gerechnet habe) und der einzige Luxus ist eine
Hängematte. Internet? Eine Bar? Ein Restaurant? Hahaha. Die anderen Gäste waren
durch die Bank Langzeitreisende, Entdecker und zwei ziemlich lässige
Singlemütter mit Ihren Kids. Recht viel besser wird es nicht mehr.
Nuku'alofa. Hauptstadt des Königreichs, optisch weit entfernt vom Paradies aber das macht auch nix, hier bleibt man eh nur als Zwischenstop bevor man auf die Inseln fliegt oder eben nach hause. Ein Spaziergang lohnt sich nichts desto trotz und das Gemüse ist absoluter Wahnsinn.
Aber warum waren wir eigentlich nach Tonga gekommen? Warum
nicht Fiji, die Cook Islands oder Hawaii? Ganz einfach, Tonga ist einer der
wenigen Orte in der Welt wo man mit Buckelwalen schwimmen kann! Ich kanns
gleich vorweg nehmen, wir haben keine Wale mehr gesehen. Das Wasser war zu warm
und die letzten paar Wale sind ein paar Tage zuvor Richtung Antarktik
abgezogen. Klimawandel sucks.
Trotzdem lohnt sich der Besuch. Das Schnorcheln
ist facettenreich, die Strände menschenleer, die (sehr dicken) Tongolesen unglaublich
freundlich mit reichlich Kultur, das Wetter gut und Zeit wird relativ. Einziger Haken an der ganzen
Geschichte ist wohl die Flugzeit, von München: 50 Stunden.
Nach 6 Nächten auf Uoleva war es Zeit für die Heimreise. Diesmal
nur mit einem kleinen Fischerboot nach Lifuka, mit einem weiteren 7-Sitzer nach
Nuku’alofa. Mit dem Flug um 2 Uhr morgens zurück nach Auckland, 11 Stunden am
Flughafen in Auckland rumgesessen, 2 Stunden nach Dunedin geflogen, mit dem Shuttle in
die Stadt und dann per Anhalter zurück nach Port Chalmers. Nach diesen 40
Stunden ohne Schlaf und viel Fast Food glücklich ins Bett gefallen. Ich weiß nicht
was in meinem Kopf falsch ist, aber ich bekomm einfach nicht genug von diesen
Trips.
Desto strapaziöser, desto besser und ich bin schon so heiß. Heiß auf
China! In 6 Wochen geht's nach Beijing!
Obacht, nachfolgende Bilder können bei akuter
Herbstdepression verstörend sein, trotzdem drauf klicken für die volle Größe!
So long...
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