Sonntag, 11. November 2012

Chapter III: Warum Du in einem Büro sitzt und ich nicht.



Internationale Reisefreundschaften, ein bisschen Glück, gutes Timing und meine Liebe zu den Gilis bringen mich in die Lage ein Guesthouse zu managen.
Nach kurzen 3 Tagen des einlernens ist dann die Besitzerin auch schon unterwegs Richtung Frankreich und jetzt ist das Damai Homestay unter deutsch-englischer Führung, wobei der englische Teil sich erstmal in Singapur rumgetrieben hat. Mit zwei netten Angestellten werde ich nun also Gäste aus aller Welt (und ein paar Freunde, Cheap Cheap!) empfangen und mich vom Frühstück bis zum Mückenstich um sie kümmern. Spannend.

Da ich den Job jetzt schon ein paar Wochen mach muss ich sagen, ich liebe es. Die Menschen sind meist nett, mein Schlafzimmer ist mehr oder weniger draussen und ich bin ständig von Natur umgeben, nicht von Computern und Betonwänden. Es ist ein einfaches, aber sehr gutes Leben und nach den 8 Wochen hier schau ma mal ob des vielleicht was für die Zukunft werden könnte. 
Aber wie des halt immer so ist, nix genaues weiß man nix.

Und für alle die sich fragen warum ich hier so gerne bin, kommt her, verbringt ein paar Tage mit mir und dann werdet Ihr am Hafen weinen wenn Ihr wieder wegmüsst. Ehrenwort.









Montag, 5. November 2012

Chapter II: Bali/Flores/Gili Tralala und warum 40 Stamperl und eine Propellermaschine irgendwie zusammen passen



 Unglaublich. Ich war sehr erstaunt als der Flug von Melbourne nach Denpasar (angegeben mit 6:20 Stunden) nach 4:58 Stunden bereits in Bali gelandet ist. So mag ich das, so kann das weitergehen. 
In Kuta quasi aus dem Taxi gehüpft und meinem bayerischen Reisepärchen Flo & Flo in die Arme gefallen. Zufälle gibts. Der Rest des Abends war ein wilde Mischung aus Bier, Schnaps, 18 Schachteln Zigaretten (gefühlt) und dem guten Gefühl, dass eine lange Freundschaft durch nichts zu ersetzen ist.

Am nächsten morgen sah die Welt schon anders aus, gscheide Restfetten (ahoi Wien) und eine Propellermaschine von Wings Air haben die Gesamtsituation nicht wirklich besser gemacht. Aber bevor wir nüchtern waren sind wir auch schon in Flores gelandet. Flores du Wunder.
Zum zweiten mal dort, zum zweiten Mal von der unglaublichen Schönheit des Komodo Nationalparks weggeblasen. Auf dem Plan: 4 Tage, 3 Nächte auf einem Boot Richtung Lombok. 
Wir waren dann auch 4 Leute und 5 Besatzungsmitglieder. Low Season sei dank. Nach Rinca und Komodo gings dann endlich zur Sache und nachdem ich Monate darauf gewartet hab, sahs innerlich aus wie Weihnachten für nen 8-jährigen. MANTAPOINT! 
Ich könnte Blogeinträge über diese Tiere schreiben weil es einfach nichts vergleichbares gibt. Anmut, Größe und ein bisschen angsteinflößend mit einer Spannweiter von 5 Metern+. Der Whitetip Reef Shark der kurz durchs Bild schwamm war dann auch nur halb so faszinierend um ehrlich zu sein.  Danach gings dann wirklich zur Sache, rauhe See, der ständige Lärm des Motors, erbarmungslose Sonne. Kurzum ich war froh als wir in Lombok waren. Auch wenn der Wasserfall inkl. Pool auf Moyo Island und die anderen Schnorchelspots wirklich gut waren (Weiteres Highlight war natürlich meine "Bootsfahrt" in einem ausgehöhlten Baustamm, in stockfinsterer Nacht auf eine Insel die Seefahrer als Open Air Bordell benutzen. Die MS Chimney war ohne Zigaretten und ich als Tourguide durfte dann wieder mein Leben riskieren um Kippen zu besorgen.
Kurz nachdem anlegen war ich dann von ca. 25 heiratswilligen Frauen umzingelt die a, meine Nase berührern wollten und b, herausfinden wollten ob die Nase-Johannes Beziehung denn auch wirklich stimmt. Die zwei Crewmitglieder haben sich den Arsch abgelacht. Ich auch.Zigaretten und Erdnüsse für den Kapitän in der Tasche sind wir dann auch schnell wieder abgehauen.) 
Kurz über Lombok. Dann Gili Tralala, einheimische Freunde treffen und eine Woche Spaß, Schnorcheln und Quatschen was das Zeug hält. Flo I macht sich währenddessen auf dem Heimweg. Schee wars!

Nächste Woche: Warum Du in einem Büro sitzt und ich nicht.

P.S Ziemlich traurig Geschichte, nach 5 Jahren und 3 Kontinenten haben ich meine zweittreusten Reisebegleiter verloren. Meine heißgeliebten FlipFlops. Mal kucken wann meine Converse dann schlussendlich auseinander fallen. 










Samstag, 27. Oktober 2012

Chapter I: Bye Bye Melbourne.



So, mein liebster Blog. 
Verschuldigen Sie bitte aber ich hatte entweder keine Zeit, kein Internetmarathon den ich am Ende nur verlieren konnte. 34 Grad, kein Ventilator, dicke Schweißtropfen auf Tastatur. Aber jetzt!
Da sich den letzten Monat ja doch ein wenig was getan hat gibts ja ein weekly blogupdate special! Yeah. 

Chapter I: Bye Bye Melbourne.

Nach 6 Monaten (wer hat sich denn nochmal überlegt nen Winter in Melbourne zu machen?!) hatte ich es dann endlich geschafft. Frei! Die Arbeit ging mir am Ende ziemlich auf den Keks und durch diverse Goodbye/Geburtstagsdrinks hab ich es dann auch leider nicht mehr ganz so oft in die Arbeit geschafft. 4 out of five, better luck next time oder so.
Wie dem auch sei, hatte ich einen unglaublich toppen Geburtstag (Lawn Bowls, der neue heiße Scheiß) mit allem was dazu gehört (Essen, Trinken, Freunde) und pünktlich nachdem ich meinen Flieger gestiegen bin hat dann angeblich auch der Sommer (32 Grad) in Melbourne angefangen.
Unterm Strich war Australien für mich nix. Ich versteh immer noch nicht warum die Leute so drauf spinnen und immer so heiß drauf sind dort hinzufahren. Ich könnt mich jetzt noch über den allgegenwertigen Rassismus und sonst was aufregen, aber man sollte ja nicht im schlechten auseinander gehen und deswegen:

Danke für die Aufbesserung meines Reisekontos, für neue Freunde und das gute Gefühl, dass Deutschland am Ende vielleicht doch nicht so schlimm ist wie immer alle sagen. Ich werde Melbourne vermissen und könnte mir vorstelllen auch mal wieder vorbeizuschauen wenn die Zeit reif ist...aber jetzt ist Asien angesagt.
Alte Freunde treffen, Mantas verfolgen, Seepferdchen glotzen und Mangos mampfen. 
Nebenbei wird ein Guesthouse gemanaged und der Open Water Tauchschein gemacht.

Nächste Woche: Bali/Flores/Gili Tralala und warum 40 Stamperl und eine Propellermaschine irgendwie zusammen passen.









Dienstag, 9. Oktober 2012

Hallo?!

Hallo lieber Blog,

ich glaub wir sind jetzt unter uns. Ich wuerd dir gern ein paar Bilder zeigen was ich die letzten paar Tage so getrieben hab, nachdem ich endlich Australien verlassen hab.
Allerdings hoert sich der Laptop, in den ich diese Zeile haemmer, in etwa so an wie das Boot auf dem ich vier Tage unterwegs war und so sollte ein Laptop einfach nicht klingen.
Ich hoffe du bist mir nicht zu boese und ich verspreche, dass ich dir in ein paar Tagen ein paar nette Bilder und Geschichten zeige, dir muss ja schon ganz langweilig sein.

Bussi

dein Laudi 

Dienstag, 18. September 2012

Innenleben Laudenbach

Heute in 2 Wochen! Heute in 2 Wochen!
geht a, die Wiesn langsam zu Ende b, ich bin keine 28 mehr und c, sitzte ich im Flieger nach hause. 
Nach hause...wo ich mich an ueppigen Mangobaeumen bedienen kann, zu jeder Tageszeit mit Schildkroeten schnorcheln kann und mein Indonesisch aufbessern kann.
Gili Air! Nach ein paar Emails ist es jetzt auch tatsaechlich der Fall, dass wir fuer 7 Wochen ein Guesthouse managen und ich meinen Lebenslauf mit einem weitern Wirkungsfeld erweitern kann.
Barfuss arbeiten!
 Aber, ich wuerd sagen nach 4 Monaten Call-Centre-Verbloedung hab ichs mir auch verdient, oder?!
Was hier in den letzten zwei...oh, gerade festgestellt es sind DREI Wochen seit meinem letzten Eintrag... also, was hier in den letzten drei Wochen passiert ist, wie gewohnt im kryptischen Schnelldurchlauf weil mein Hirn leider noch auf Sparflamme laeuft. 
-Verabschiedungen von allerlei Menschen (Happy Travels Folks!) 
-Fruehlingsbeginn!
-Geburtstagspla............

War ich doch gerade wieder dabei einen kacklangweiligen Eintrag zu schreiben, weil mir einfach nichts mehr einfällt. Die Stadt hat sich für mich erledigt. Nicht im negativen Sinne, aber ich hab alles gesehen, alles gemacht. Ich liebe Melbourne aber es ist Zeit. Zeit mal ein wenig vom Innenleben des Rumtreibers rauszuballern. 
Manchmal will man einfach nur nach hause. Kennst du Montage? Montage im Spätherbst! So fühlt sich Reisen manchmal an. Unterm Strich ist das ja auch gar nicht weiter schlimm mit dem Regen, der verspäteten Ubahn, dem ungeheizten bad morgens und der Tatsache, dass du einfach jeden Mensch hasst. Es ist eben Montag und der geht vorbei aber am liebsten würde man eben bei Muttern sitzen, heiße Schokolade trinken, Musik hören und doof ausm Fenster kucken, right? So ist das eben auch beim Reisen und des geht alles vorbei, da reist ma sich zam und dann gehts weiter. Auf der anderen Seite frag ich mich natürlich in wie weit ich noch Reisender bin, ich wechsel nicht alle 4 Wochen das Land, ich hab bis dato mehr gearbeitet als meine Zeit genossen, ich bin länger als ein Jahr unterwegs und meist beende ich meine Abende gegen 22.30 Uhr. Also alles andere als wild und auf Abifahrt. 
Ich kann allerdings behaupten, dass es trotz Regentagen in mir gut aussieht. In ein paar Tagen bin ich ja dann auch in einer einjährigen-Fulltime-TageinTagaus-Beziehung und mehr als glücklich. Das ist keine von diesen scheiß romantischen gefühlsduseligen Katz und Maus Geschichten, sondern das ist wie eine Freundschaft wo man sich liebt, unterstützt, sich über andere lustig macht und viel Spaß hat. Und genau auf das und nichts anderes hab ich immer gewartet. Deswegen, was auch immer passiert, alles gut, weil ich endlich verstehe warum Leute immer davon schwärmen, dass man zusammen weniger allein ist.

Ansonsten? T-3 Wochen bis zu hause; T-2 1/2 Monate bis dahoam dahoam, T-3 1/2 Monate bis Neuseeland. Meine Stimmung ist großartig und ich freu mich einfach nur. Yeah!

In diesem Sinne gibt es heute auch keine Bilder sondern einen großartigen Beitrag von Olli Schulz. Bitte ganz anschauen. Nicht nur auf Musiker anwendbar.


Dienstag, 28. August 2012

The Peninsula!

Irgendwann geht einem jede Stadt auf den Keks.
Stichwort: Weekend break.

Also rein ins Mietauto (noch leben alle Stoßstangen) und ins 80 Kilometer südlich von Melbourne gelegene McCrae. Ferienhaus davor im Internet gebucht. Bayern vs. England, zumindest Autotechnisch fängt dieses Wochenende schon mal mit einem Sieg für Bayern an. Zumindest was Spaß, Musikauswahl und flexible Nutzung des Linksfahrgebots angeht.

Was kann man in 48 Stunden an Blödsinn treiben?

- seine Liebe für poached eggs entdecken (Danke Sven)
- zu wildfremden Leuten aufs Grundstück fahren und einfach mal ein bisschen plaudern
- kein einziges lebendes Känguru finden, dafür zwei verwesende...
- mit einer Seifenblasenkanone die Einheimischen verwirren
- mit Batman Gürtel und Matrosenhut Wagyu Burger kaufen gehen
- Wallabys/Koalas/Kängurus füttern und sich dabei die Hand vollsabern lassen
- auf der Suche nach einem Restaurant in einer Galerie enden
- in einer Brauerei eine ziemlich großartige Pizzeria finden (und danach gegen einen Stein fahren, btw: das war Team GB, zum glück ist autofahren nicht olympisch)
- während man auf den Zutritt zu einem Thermalbad wartet noch schnell eine einstündige Weinprobe machen
- in einem Thermalbad so viele Schimpfwörter lernen wie noch nie davor, und zwar in so ziemlich jeder Sprache die es gibt (ein hoch auf die internationale Verständigung)
- sich keine gedanken darüber zu machen, dass zu einer Insel wohl ein Fähre gehört und selbige wohl bestimmte Fahrzeiten hat... ois Karma würd der Dalai Lama sogn, deswegen auf einen 8 Kilometer Trail gehen und das einzig gute war dann wohl doch noch das gruppen-hüpf-bild.
-denken, dass es Sonntag ist und an einem Montag zur Rush Hour in eine 3.5 Millionen Metrole mit dem Auto fahren.

Alles in allem: ziemlich geile Tage. Toppe Mitfahrer. Toppes Essen. Topper Wein. Toppes Topper.

und jetzt bitte einmal zurück in die Call Center Realität, danke.

So long...

P.S Känguru! Känguruh! gehört des -h da jetzt hin oder nicht? als ob ich nicht schon genug Problem hätte des hier alles zu schreiben... am rande erwähnt, wenn man mit einer halb deutschen/halb englischen Gruppe unterwegs ist vertut man sich ab und an in der Sprachwahl und braucht auch eine zeit lang bist man es selbst merkt. Kann mir das mal einer auf neurologischer Ebene erklären? Tha!